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Funkzeugnisse - Schwerpunkt auf die Praxis legen PDF Drucken E-Mail
Die politischen Vorgaben sind eindeutig. Nach dem Bundestagsbeschluss 16/5416 – Attraktivität des Wassertourismus und des Wassersports stärken – sollen die Fragenkataloge der Funkzeugnisse auf die für die Handhabung des Funkverkehrs notwendigen Fragen begrenzt werden. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat die betroffenen Verbände nun aufgefordert, hierfür Vorschläge zu unterbreiten.


ADAC-Sportschifffahrt, Bundesverband Wassersportwirtschaft (BVWW), Deutscher Boots- und Schiffbauer-Verband (DBSV), Deutscher Tourismusverband (DTV) und Verband Deutscher Wassersport Schulen (VDWS) wollen diesen Prozess gemeinsam begleiten. Die Befähigung zur Teilnahme am Seefunkverkehr ist ein wichtiger Baustein, um die Sicherheit auf dem Wasser noch weiter zu erhöhen. Die Verbände wollen durch eine grundlegende Überarbeitung der aufgeblähten Fragenkataloge zum SRC und LRC die Voraussetzungen dafür schaffen, dass mehr Skipper als bisher die entsprechenden Prüfungen ablegen. Um diesen Schritt zu erleichtern, sollen die theoretischen Prüfungsinhalte erheblich gekürzt und der Fokus auf die praktische Ausbildung gesetzt werden. Die für den praktischen Betrieb unnötigen Fragen nach Begriffe (Abkürzungen),gesetzlichen Grundlagen, Maßeinheiten sowie physikalischen Grundlagen sollen beispielsweise entfallen.

Darüber hinaus fordern die Verbände zusätzlich zum SRC die Wiedereinführung eines nationalen Funkbetriebszeugnisses, das Funkverkehr in deutscher Sprache innerhalb der deutschen Küstengewässer zulassen soll. Dadurch sollen auch diejenigen zum Erwerb eines Funkzeugnisses ermuntert werden, die nicht über ausreichende englische Sprachkenntnisse verfügen. Die internationalen gesetzlichen Grundlagen sehen diese Mög lichkeit ausdrücklich vor.


Durch diese deregulierenden Maßnahmen und die daraus folgenden Anreize, Befähigungsnachweise zu erwerben, soll die Sicherheit auf dem Wasser noch weiter erhöht werden. Beschlossene Sache ist bereits die Einführung des Multiple-Choice-Testverfahrens. Die Erarbeitung konkreter Fragenkataloge soll im Laufe dieses Jahres erfolgen. Die Verbände legen Wert auf ein ordentliches Anhörungsverfahren in dessen Verlauf die Vorschläge begründet und diskutiert werden können.

Quelle:

Bundesverband Wassersportwirtschaft e.V. (BVWW)
Gunther-Plüschow Str. 8
50829 Köln
 
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